Einsatz "H1 - CO₂-Austritt in Supermarkt "
Hinweis: Bei der Abbildung handelt es sich um ein Symbolfoto.
Pressemitteilung
Freiwillige Feuerwehr Gartow
Gartow, 15. August 2025.
CO₂-Austritt in Supermarkt – Feuerwehr verhindert größere Gefahr
Gartow/Landkreis Lüchow-Dannenberg (ls) -In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde die Freiwillige Feuerwehr Gartow um 01:32 Uhr durch die Leitstelle Lüchow-Dannenberg mit dem Einsatzstichwort „Hilfeleistung klein – H1“ zu einem Supermarkt in der Gartower Innenstadt alarmiert. Bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte befanden sich der Eigentümer des Gebäudes sowie ein hinzugezogener Techniker vor Ort, die die ersten Auffälligkeiten festgestellt und die Meldung an die Feuerwehr veranlasst hatten.
Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass im Kellergeschoss des Gebäudes Kühlmittel aus einer zentralen Kühlanlage ausgetreten war. Es handelte sich um Kohlendioxid (CO₂), ein farb- und geruchloses Gas, das in erhöhter Konzentration lebensgefährlich ist. Da es schwerer als Luft ist, sammelt es sich am Boden und kann in geschlossenen Räumen zu akuter Erstickungsgefahr führen. Der etwa 300 Quadratmeter große Kellerraum war vollständig mit CO₂ geflutet, auch im Erdgeschoss war in Bodennähe bereits deutlich sichtbarer „Nebel“ erkennbar.
Die Feuerwehr ging umgehend unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor. Zeitgleich wurden zwei leistungsstarke Überdruckbelüfter eingesetzt, um das Gas aus dem Keller zu verdrängen und Frischluft nachzuführen. Dabei erfolgten fortlaufend Messungen, um die Entwicklung der Gaskonzentration zu überwachen. Zu Beginn der Maßnahmen lag die Konzentration bei 3,8 Volumenprozent, ein Wert, der bereits ein erhebliches Risiko für Menschen darstellt. Durch die konsequenten Belüftungsmaßnahmen konnte die Gefahr schrittweise reduziert werden. Gegen 02:00 Uhr war die akute Gefahr unter Kontrolle, nach intensiver Belüftung bis 03:30 Uhr wurden nur noch unbedenkliche Restwerte von 0,09 Volumenprozent gemessen. Die Einsatzstelle konnte anschließend an den Eigentümer übergeben werden.
Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr und der umsichtigen Meldung der ersten Beobachter konnte eine weitere Ausbreitung des Gases verhindert und eine Gefährdung von Personen ausgeschlossen werden. Die Feuerwehr weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Gasaustritte, unabhängig davon, ob es sich um Kühlmittel, Heiz- oder andere Gase handelt, stets ernst zu nehmen sind. Bereits vergleichsweise geringe Mengen können in geschlossenen Räumen gefährlich werden. Im Verdachtsfall sollte daher immer sofort der Notruf 112 gewählt werden.
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