Aktivitäten
Gartow/Landkreis Lüchow-Dannenberg (ls) Jugendfeuerwehr Gartow hat einen Meilenstein erreicht: Beim Bezirks-Spiel ohne Grenzen in Hepstedt (Landkreis Rotenburg/Wümme) setzte sich die Gruppe am Samstag, den 06.09.2025 gegen 56 teilnehmende Mannschaften durch und belegte den 1. Platz. Damit gelang der bislang größte Erfolg in der Geschichte der Gartower Jugendfeuerwehr bei einer Bezirksveranstaltung.
Früher Start in einen langen Tag
Bereits am frühen Samstagmorgen machten sich die Jugendlichen mit ihren Betreuern auf den Weg nach Hepstedt. Die Stimmung war voller Vorfreude, aber auch mit einer spürbaren Portion Aufregung schließlich war man auf Bezirksebene gegen starke Konkurrenz am Start. „Wir wussten, dass hier nichts geschenkt wird. Jeder gibt sein Bestes, und 56 Gruppen sind eine echte Hausnummer“, so ein Betreuer.
Abwechslungsreiche und kreative Aufgaben
Vor Ort warteten zahlreiche Spiele, die in ihrer Vielfalt alles abverlangten. Anders als bei klassischen Bundeswettbewerben, wo sich Gruppen gezielt vorbereiten können, lebt das Spiel ohne Grenzen von Überraschungen. Hier kommt es auf Spontanität, Teamgeist und Geschick an.
Zu den Stationen gehörten unter anderem:
ein Wasserspiel mit Schwämmen und Hindernissen,
der Leinenbeutelwurf auf Distanz und Zielgenauigkeit,
Seilspringen mit einem C-Schlauch, bei dem Ausdauer und Koordination gefragt waren,
Schlauchbowling mit viel Feingefühl,
das Nachbauen von Formen und Figuren aus Holzklötzen oder Feuerwehrgeräten,
ein Tischtennisball-Zielwurf,
sowie knifflige Schätz- und Merkspiele, die das Gedächtnis forderten.
Die Mischung aus körperlicher Bewegung, Köpfchen und Zusammenarbeit machte jede Station spannend. „Man kann sich hier nicht vorbereiten wie bei anderen Wettbewerben. Man muss improvisieren, schnell denken und vor allem als Team funktionieren“, erklärte eine Teilnehmerin.
Perfekte Rahmenbedingungen
Die Ortsjugendfeuerwehr Hepstedt hatte den Wettbewerb hervorragend organisiert. Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen sorgten für beste Stimmung. Zwischen den Stationen lachten die Jugendlichen, hatten Spaß und zeigten, dass der Teamgedanke im Mittelpunkt steht.
Jubel bei der Siegerehrung
Als am Nachmittag die Siegerehrung begann, war die Spannung groß. Platz für Platz wurde aufgerufen, doch Gartow tauchte nicht auf. Erst als schließlich der 1. Platz verkündet wurde, brandete bei den Jugendlichen und ihren Betreuern grenzenloser Jubel auf. Unter großem Applaus nahmen sie ihre Medaillen entgegen und stemmten den Siegerpokal in die Höhe. „Ein unvergesslicher Moment – wir konnten es erst gar nicht glauben“, schilderte ein Jugendlicher begeistert.
Rückkehr nach Gartow – Empfang am Gerätehaus
Nach einem gemeinsamen Essen auf dem Rückweg wartete am Feuerwehrgerätehaus in Gartow die nächste Überraschung: Zahlreiche Eltern, aktive Kameradinnen und Kameraden sowie Unterstützer hatten sich versammelt, um die Sieger zu empfangen. Mit Musik, Eis und kühlen Getränken wurden die Jugendlichen gefeiert und gebührend in Empfang genommen. Der Stolz in den Augen von Eltern und Betreuern zeigte, welche Bedeutung dieser Erfolg für die gesamte Feuerwehrfamilie hat.
Dank und Anerkennung
„Wir sind unheimlich stolz auf unsere Jugendlichen. Sie haben an diesem Tag gezeigt, was mit Einsatzbereitschaft, Teamgeist und Freude am Miteinander möglich ist“, betonte das Betreuerteam. Ein großer Dank ging auch an die ausrichtende Ortsjugendfeuerwehr Hepstedt für die perfekte Organisation sowie an alle Eltern und Helfer, die durch Unterstützung, Fahrdienste oder Verpflegung diesen Tag erst möglich gemacht haben.
Motivation für die Zukunft
Mit dem Sieg in Hepstedt hat die Jugendfeuerwehr Gartow einen großen Schritt gemacht. Der Erfolg ist nicht nur eine Auszeichnung für den Einsatz der Jugendlichen, sondern auch eine Motivation für kommende Wettbewerbe und Dienste. Schon jetzt fiebern die Kinder und Jugendlichen den nächsten Veranstaltungen entgegen.
Eines steht fest: Dieser Tag wird in Gartow noch lange in Erinnerung bleiben. Die Jugendfeuerwehr Gartow hat nicht nur einen Pokal gewonnen, sie hat ein Stück Feuerwehrgeschichte geschrieben. 🚒🔥🏆
Landeszeltlager Halvestorf 2024
Die Jugendfeuerwehren Gartow und Kapern konnten in diesem Jahr Teil einer neuen Tradition werden. Jahrzehntelang fand das Landeszeltlager der Jugendfeuerwehr des Landes Niedersachsen in Wolfshagen im Harz statt. In diesem Jahr diente der Ortsteil Halvestorf der Stadt Hameln vom 22.06. bis zum 29.06.2024 circa 2000 Jugendfeuerwehrmitgliedern, deren Betreuern und den Helfern als kurzzeitiges zu Hause.
Bei fast durchweg sonnigem und warmen Temperaturen konnten die Nachwuchs-Brandschützer ein vielfältiges Angebot genießen. Es gab die Möglichkeit sich in verschiedenen Wettbewerben miteinander zu messen. Beim Indiaca und beim Schwimmwettbewerb konnten die Kinder und Jugendlichen ihr sportliches Können unter Beweis stellen. Beim Spiel ohne Grenzen und dem Orientierungsmarsch waren außerdem ein guter Umgang mit Karte, Kompass und Geschick gefragt. Belohnt werden konnte der Fleiß der angehenden Feuerwehrleute der Jugendfeuerwehr Kapern. Durch eine Teilnahme an allen Wettkämpfen konnte sich die Gruppe in der Gesamtwertung über einen stolzen 6. Platz bei mehr als 160 teilnehmenden Gruppen freuen.
Neben den unterschiedlichen Wettbewerben wurde ein buntes Workshop-Programm geboten, bei der sich die Teilnehmer z.B. über Fake News und Verschwörungstheorien aber auch über die Rolle von Frauen in der Feuerwehr informieren und austauschen konnten. Am Abend gab es die Möglichkeit, sich von dem vielfältigen Bühnenprogramm z.B. in Form von dem Format 1,2 oder 3 in den Bann ziehen zu lassen. Prall gefüllt war das Großzelt beim gemeinsam schauen des EM-Spiels. Zeltlagehymne schien das Lied „Pyrotechnik“ zu sein, welches regelmäßig beim täglichen Spüldienst und auch bei der Zeltdisko am letzten Abend bereits von weitem lautstark gesungen zu vernehmen war.
Wie bereits im letzten Jahr konnten die Kinder und Jugendlichen sich auch in diesem Jahr darin beweisen, auch in Ausnahmesituationen Ruhe zu bewahren. Aufgrund eines Gewitters erfolgte für mehrere Stunden eine Evakuierung in eine nahegelegene Schule. Am frühen Abend konnte die Rückkehr in das Zeltlager erfolgen.
Beide Jugendfeuerwehren freuen sich nach Rückkehr in die Heimatdörfer nun auf die hoffentlich bald geplante Fortsetzung dieser neuen Tradition im Jahr 2027.












